Mit einer Jubiläumsfeier im Katholischen Centrum hat der Integrationsfachdienst Dortmund (IFD) am 8. September sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Menschen mit und ohne Behinderung, Wegbegleiter:innen und Kooperationspartner:innen kamen zusammen, um die Entwicklung des IFD zu würdigen und gemeinsam nach vorne zu schauen. Musik, Kunst, ein interaktiver Rückblick, ein Jongleur sowie informative Redebeiträge sorgten für ein abwechslungsreiches Programm.
Auch Norbert Schilff, Bürgermeister der Stadt Dortmund, Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten, und Johanna Korte vom LWL-Inklusionsamt Arbeit würdigten in ihren Redebeiträgen die Bedeutung des IFD für die berufliche Teilhabe.
Wie wichtig passgenaue Unterstützung für eine gelingende Beschäftigung sein kann, zeigt das Beispiel von Lucky Bike in Dortmund. Seit neun Jahren arbeitet dort Sebastian Fischer, der autistisch ist. Der IFD begleitet ihn und seinen Arbeitgeber kontinuierlich.
Dennis Schoof, stellvertretender Filialleiter bei Lucky Bike, erläutert: "Es macht mir große Freude, mit Sebastian zu arbeiten. Mit Unterstützung des IFD konnten wir erste Schwierigkeiten überwinden, passende Strukturen schaffen und seine Aufgabengebiete klar definieren. Nun funktioniert die Zusammenarbeit sehr gut und Sebastian ist mit seinem großen Einsatzwillen und seiner Arbeitsfreude eine absolute Bereicherung für Lucky Bike."
Doch Inklusion bedeutet mehr als passende Rahmenbedingungen. Es geht auch um die Haltung, mit der Menschen einander begegnen. Mourad Louloud weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig der richtige Blick auf Menschen mit Behinderung ist. Der blinde Deutschlehrer wurde vom IFD erfolgreich bei der Arbeitsplatzsuche unterstützt. "Schauen Sie bei einem Menschen mit Behinderung bitte zuerst auf die Motivation und die Qualifikation, nicht darauf, was er nicht kann. Wenn wir diese Haltung stärker leben, dann wird Inklusion in der Arbeitswelt selbstverständlich."
Zum Integrationsfachdienst
Der Integrationsfachdienst unterstützt Menschen mit Behinderung bei beruflichen Herausforderungen und berät Arbeitgeber: innen unter anderem bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen und zu möglichen Unterstützungsangeboten.
Heute arbeiten 16 Fachberater:innen im Dortmunder IFD und begleiten aktuell 524 Betreuungsfälle.
Der IFD ist ein Trägerverbund aus dem Caritasverband Dortmund e.V., dem Diakonischen Werk Dortmund und Lünen gGmbH sowie dem Zentrum für Gehörlosenkultur e.V. Er handelt im Auftrag des LWL-Inklusionsamtes Arbeit und anderer Rehabilitationsträger.